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Mit kleinen Tricks den Stromverbrauch senken

Auch im Kleinen lässt sich viel Strom sparen. Bild: BDEW
Auch im Kleinen lässt sich viel Strom sparen. Bild: BDEW

Große Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel der Kühlschrank oder die Geschirrspülmaschine stehen aktuell im Fokus der Öffentlichkeit, was den Energieverbrauch betrifft. Doch oft sind es kleine, alltägliche Maßnahmen rund um die wenig beachteten Kleingeräte, die dafür sorgen, dass der Stromzähler langsam läuft. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) verrät einige Tipps und Tricks, wie sich auch bei Elektrokleingeräten die Stromkosten reduzieren lassen.

Energiebewusste Käufer erwerben einen Backofen der Energieeffizienzklasse A. Doch wenn Sie darin Ihr Frühstücksbrötchen aufbacken, ist dies pure Verschwendung. Denn ein Toaster benötigt dafür nur rund ein Drittel so viel Strom. Damit ist aber noch längst nicht das gesamte Einsparpotenzial am Frühstückstisch ausgenutzt. Der BDEW nennt weitere Beispiele: Energiesparender als das Erhitzen des Kaffee- oder Teewassers auf der Herdplatte ist die Nutzung eines Wasserkochers oder noch besser einer Kaffeemaschine. Unter den Kaffeemaschinen arbeiten dabei Geräte mit Thermoskanne wesentlich energieeffizienter als Geräte mit Warmhalteplatte. Übrigens: Auch beim Eierkochen ist es günstiger einen elektrischen Eierkocher zu verwenden als auf die Herdplatte und den Topf zurückzugreifen.

Seit einigen Jahren erfreuen sich bei den Verbrauchern Espresso-Vollautomaten großer Beliebtheit. Doch diese verursachen unnötig hohe Energieverluste, wenn sie im Bereitschaftsbetrieb ständig warmes Wasser für einen schnellen Espresso aufheizen. Energieeffizienter sind hier Espressomaschinen, die über eine automatische Abschaltfunktion verfügen:

Viel hilft viel? Das trifft beim Staubsaugen nicht zu. Wer beim Kauf nur auf eine möglichst hohe elektrische Leistung achtet, lässt außer Acht, dass in erster Linie die Luftmenge, die das Gerät ansaugen kann, für die Reinigungsleistung verantwortlich ist. Zu hohe Watt-Zahlen saugen also vor allem viel Strom aus der Steckdose.

Noch ein Tipp für alle Energiebewusste: Nicht immer trennt der Ausschalter das Gerät wirklich vom Netz. Eine abschaltbare Steckdosenleiste kann hier Abhilfe schaffen: Versteckte Energieverluste sind damit passé. Man sieht: Auch viele kleine Schritte führen ohne Komforteinbußen zum Spar-Ziel.

Energiesparlampen fast immer sinnvoll

Beim Energiesparen ist häufig guter Rat teuer. Doch Mieter und Hauseigentümer müssen beim Austausch von Glühbirnen gegen Energiesparlampen nicht tief in die Tasche greifen. Dieser rechnet sich fast immer. Was ist zu beachten? Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fasst das Wissenswerte über das sparsame Leuchtmittel zusammen.

Energiesparlampen werden im Fachjargon Kompakt-Leuchtstofflampen genannt. Sie bringen gegenüber herkömmlichen Glühlampen 80 Prozent Energieeinsparung. Darüber hinaus liegt ihre Lebenserwartung beim Vier- bis Achtfachen dessen, was eine Glühbirne leistet. Der BDEW empfiehlt daher, nach Möglichkeit Energiesparlampen einzusetzen, da der Austausch in den meisten Fällen sinnvoll ist. Unter bestimmten Bedingungen ist der Einsatz allerdings genau zu prüfen.

Laut Auskunft des BDEW benötigen Energiesparlampen eine bestimmte Mindesttemperatur, um die optimale Lichtstärke zu liefern. Das ist zum Beispiel im Winter, im Außenbereich des Hauses nicht gewährleistet. Auch bei sehr kurzen Einschaltzeiten unter zwei Minuten ist die Lichtausbeute nicht optimal. Entsprechend sollten Mieter und Hauseigentümer ersteinmal dort die Glühlampen austauschen, wo die Energiesparlampen länger angeschaltet sind und im warmen Umfeld für wirtschaftliches und gutes Licht sorgen können.

Nicht jede Leuchte ist für den Einsatz einer Energiesparlampe geeignet. Die Leuchtmittelhersteller bringen zwar immer vielfältigere Energiesparlampen in verschiedenen Größen und Formen auf den Markt, aber in der Regel sind alle Modelle allemal größer als eine kleine Glühbirne. Im gewerblichen Bereich, wo beispielsweise Blendfreiheit eine Rolle spielt, kann die Glühlampe nicht ohne weiteres durch eine Energiesparlampe ersetzt werden, da ansonsten Einbußen in der Beleuchtungsqualität möglich sind.

Wenn Energiesparlampen das Ende ihrer Lebenserwartung erreicht haben, gehören sie nicht in die Mülltonne. Da das Leuchtmittel in geringem Mengen Schadstoffe enthält, ist die Entsorgung über das Rücknahmesystem der Hersteller sinnvoll. Die gebrauchten Energiesparlampen können kostenlos bei der städtischen Sammelstelle für Sondermüll abgegeben werden.

Trotz dieser genannten, wenigen Einschränkungen empfiehlt der BDEW grundsätzlich den Einsatz von Energiesparlampen. Zug um Zug sollten daher konventionelle Glühlampen ausgetauscht werden, um so die möglichen Einsparpotenziale zu nutzen.

Energieverbrauch um 30 Prozent drosseln

Der Energieverbrauch im Altbau lässt sich mit einfachen Mitteln senken. Bild: BDEW
Der Energieverbrauch im Altbau lässt sich mit einfachen Mitteln senken. Bild: BDEW

Wer im bestehenden Gebäude den alten Heizkessel austauschen möchte, fragt sich nach einer zukunftsfähigen und energiesparenden Lösung für Heizung und Warmwasserbereitung. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) informiert, mit welchen Einsparpotenzialen Hauseigentümer rechnen können, wenn sie auf Solarwärme und ErdgasBrennwerttechnik setzen.

Ein durchschnittlich gedämmter Altbau mittleren Alters verbraucht laut Auskunft des BDEW etwa 32.500 Kilowattstunden Erdgas pro Jahr. Wird ein Niedertemperaturgerät ausgetauscht, so liegen die Einsparpotenziale der Brennwertgeräte bei etwa 10 Prozent. Die Kosten für ein solches Gerät liegen je nach Angebot bei etwa 5.500 Euro.

Wer zusätzlich auf Solarwärme zur Warmwasserbereitung setzt, muss zwar etwa 8.500 Euro berappen, aber reduziert den Energieverbauch insgesamt um 15 Prozent. Der jährliche Verbrauch des betrachteten Altbaus sinkt somit auf 27.300 Kilowattstunden.

Wer noch mehr sparen möchte, sollte eine Erdgas-Brennwertheizung mit solarer Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung wählen. Dadurch sinkt der Energieverbrauch um circa 30 Prozent auf 23.500 Kilowattstunden. Die Kosten für eine solche Heizlösung betragen nach Recherchen des BDEW etwa 12.800 Euro.

Grundsätzlich gilt: Je älter der Heizkessel, desto größer die Einsparpotenziale. Wer beispielsweise einen veralteten Öl- oder Gasstandardkessel austauscht, kann sogar bis zu 40 Prozent Energie einsparen.

Was die Zukunft anbelangt, setzt der Gesetzgeber auf regenerative Heizsysteme. Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes, das 2009 in Kraft tritt und dann für Neubauten gilt, werden Bauherren dazu verpflichtet, erneuerbare Energien im Haus für die Wärmeerzeugung zu nutzen. Wer keine regenerativen Energien einsetzt, muss andere Energiesparmaßnahmen ergreifen. Mit der Kombination aus Erdgas-Brennwerttechnik mit solarer Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung können diese Anforderungen problemlos erfüllt werden.

Weitere Informationen über Solarwärme und Erdgas-Brennwerttechnik gibt es bei der Initiative Erdgas pro Umwelt unter www.ieu.de.

Ganzjähriger Komfort mit Wärmepumpen

Wärmepumpen spielen ihre Stärken das ganze Jahr aus. Bild: BDEW
Wärmepumpen spielen ihre Stärken das ganze Jahr aus. Bild: BDEW

Als umweltschonende Heizung hat die Wärmepumpe in den letzten Jahren ihre Marktanteile in Deutschland kräftig erhöht. Weniger bekannt ist, dass es viele Wärmepumpen gibt, die im Sommer auch die Wohnräume kühlen können. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) informiert über die Möglichkeiten, den Komfort einer Wärmepumpe ganzjährig zu nutzen.

Wärmepumpen gewinnen aus den gemäßigten oder gar kühlen Temperaturen im Erdreich, im Grundwasser oder in der Luft nutzbare Wärme für Heizung und Trinkwasserbereitung. So kann zum Beispiel mit Hilfe der etwa zehn Grad Celsius, die im Erdboden das ganze Jahr über herrschen, Heizwärme mit 45 Grad bereitgestellt werden.

Die zehn Grad Erdtemperatur, die im Winter als Wärmequelle dienen, können nun im Sommer zur Kühlung der Räume genutzt werden. Ein „Sommer-Bypass“ umgeht dabei die Wärmepumpe und leitet die Kühle des Untergrundes direkt ins Gebäude. Beim Durchfließen wird dem Raum Wärme entzogen, die anschließend wieder in den Erdboden mitgenommen wird.

Der BDEW weist darauf hin, dass vor allem mit einer Flächenheizung spürbare Kühleffekte möglich sind. Die Rohrschlangen sollten dabei möglichst eng verlegt sein. Flächenheizungen sind im Übrigen auch im Winter die idealen Wärmepumpen-Partner, da sie mit niedrigeren Temperaturen versorgt werden als Heizkörper.

Nach Auskunft des BDEW hat die beschriebene „passive Kühlung“ nur einen geringen Stromverbrauch. Für Luft-Wärmepumpen kommt diese Betriebsweise allerdings nicht in Betracht: Die hohen sommerlichen Lufttemperaturen können nicht zum Kühlen genutzt werden.

Neben der „passiven Kühlung“ gibt es noch eine etwas aufwändigere, dafür effektivere Kühl-Möglichkeit. Dabei wird die Richtung des Wärmepumpen-Kreislaufprozesses einfach umgekehrt. So wird dem Raum, ähnlich wie im Inneren eines Kühlschranks, Wärme entzogen und nach draußen geführt. Laut BDEW herrschen in den Räumen jedoch keine „Kühlschrank-Temperaturen“.

Das Kühlen per Wärmepumpe ist immer nur ein Zusatznutzen zu ihrer eigentlichen Stärke, der energiesparenden Raumheizung. Grundlage der Entscheidung für eine Wärmepumpe, so der BDEW, ist deshalb immer  der Heizwärmebedarf. Dabei gilt: Sehr gut gedämmte und mit Flächenheizungen ausgestattete Gebäude sind ein hervorragender Einsatzort für diese umweltschonende Art zu heizen. Den Kühleffekt im heißen Sommer nimmt man dann gerne mit.

Energieeffizienz durch eine zukunftsfähige Elektroinstallation

Mit einer durchdachten Elektroinstallation lässt sich bequem Energie sparen. Bild: BDEW
Mit einer durchdachten Elektroinstallation lässt sich bequem Energie sparen. Bild: BDEW

Betrachtet man die Elektroinstallation in unseren Gebäuden, dann scheint selbst in vielen modernen Haushalten die Zeit stehen geblieben zu sein. Zu viele Elektrogeräte hängen an zu wenigen Stromkreisen. Das ist nicht nur unsicher und wenig komfortabel – es verhindert auch die Umsetzung vieler energiesparender Maßnahmen. Darauf weist der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hin.

Dass die meisten Installationen in älteren Häusern eine Modernisierung dringend nötig hätten, liegt auf der Hand: Der Siegeszug von Computern, Videogeräten, Mikrowellen und selbst von Geschirrspülern oder Wäschetrocknern begann vor gut 20 Jahren.

Doch selbst in vielen Neubauten wird bestenfalls die minimale Pflicht erfüllt, wenn es um die Elektroinstallation geht. Hier werden Zukunftschancen verschenkt. Denn solche Installationen bieten nicht nur einen äußerst begrenzten Komfort. Nach Aussage des BDEW schränken sie auch die Möglichkeiten des Energiesparens deutlich ein. Um eine Automatisierung einzelner Anwendungen vorzunehmen, muss gewährleistet sein, dass die elektrische Anlage ausreichend dimensioniert ist.

Der BDEW nennt Bespiele, wie mit einer Elektroinstallation auf hohem Niveau bares Geld gespart werden kann. Etwa mit einer automatisierten Beleuchtung, die Bequemlichkeit und Sparsamkeit verbindet: Präsenzmelder schalten das Licht automatisch aus, wenn ein Raum gerade nicht genutzt wird. Zeit- und Bewegungsschaltungen ermöglichen eine Beleuchtung nach Bedarf. Ein gutes Viertel des Stroms für die Beleuchtung kann mit solchen intelligenten Lösungen gespart werden.

Bei der Heizung macht sich eine automatische Regelung schnell bezahlt: Einzelraumregelungen, z. B. in Kombination mit Fensterkontakten, erlauben eine grad- und zeitgenaue Temperaturregelung. Die Regelung berücksichtigt auch eintretende Wärme durch Sonneneinstrahlung oder die Abwärme von Hausgeräten.

Auch ein automatisierter Sonnenschutz spart Energie: Außenfühler erfassen den Sonnenstand und steuern Markisen oder Rollläden. So ist im Sommer Sonnenschutz gewährleistet, während die Strahlung im Winter ins Haus gelassen wird und die Räume erwärmen kann.

Noch komfortabler und energiesparender wird es, wenn Heizung, Beleuchtung, Sonnenschutz und weitere Funktionen vernetzt werden. Dann wird die Elektroinstallation vollends zur Systemtechnik – und das bei einem geringeren Verdrahtungsaufwand und bei erhöhter Flexibilität.

Allen, die ihre Elektroinstallation zukunftsfähig planen oder modernisieren wollen, empfiehlt der BDEW, die Serviceangebote der Initiative ELEKTRO+ zu nutzen. Die Initiative hält Broschüren und Checklisten zur maßgeschneiderten Planung bereit. Bestellung und weitere Informationen über www.elektro-plus.com.