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Maßeinheit der elektrischen Stromstärke. Sie wurde nach dem französischen Mathematiker und Naturforscher André Marie Ampère (1775-1836) benannt.
In Ampere wird gemessen, wie viele elektrisch geladene Teilchen (oder „Ladungseinheiten“) pro Sekunde an einer bestimmten Stelle der Stromleitung vorbeifließen. Die Abkürzung für Ampere ist A; 1 Ampere = 1.000 Milliampere (mA).
Der Arbeitspreis (auch „Verbrauchspreis“) gibt bei leitungsgebundenen Energieträgern (Wärme, Erdgas, Strom) den Preis der Energie an, die tatsächlich verbraucht wurde (z. B. Cent/Kilowattstunde). Wird im Haushalt beispielsweise kein Strom verbraucht, muss auch kein Arbeitspreis bezahlt werden – im Gegensatz zum Leistungspreis, der die Kosten der ständigen Lieferbereitschaft (rund um die Uhr) deckt und bei dem die Berechnung anteilig entsprechend dem Abrechnungszeitraum erfolgt. Der Arbeitspreis wird auf der Rechnung extra aufgeführt und beinhaltet die Kosten für Energieerzeugung oder Beschaffung, Transport und Verteilung, Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und die Ökosteuer.
Biogas entsteht durch die Vergärung von landwirtschaftlichen Reststoffen wie Mist und Gülle aus der Tieraufzucht sowie von Mähgut. Diese landwirtschaftlichen Reststoffe werden in einem Gärbehälter gesammelt. In diesem Gärbehälter entsteht unter dem Ausschluss von Luft durch die Vergärung dieser Stoffe sogenanntes Biogas. Biogas enthält je nach Zusammensetzung der Ausgangsprodukte neben Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff bis zu 75 % Methan. Dieser sehr hohe Methananteil gestattet eine erdgasäquivalente Nutzung des Biogases. In der Bundesrepublik wird dieses meistens in Blockheizkraftwerken (BHKW) vor Ort zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt. Die aus der Vergärung anfallenden festen Reststoffe können anschließend noch als Dünger eingesetzt werden.
Die Brennstoffzelle gilt als umweltschonende Zukunftstechnologie für eine neue Art der Energieversorgung. Hierbei wird Wasserstoff, der sich aus Erdgas gewinnen lässt, über eine kontrollierte elektrochemische Reaktion in Strom und Wärme umgesetzt. Übrig bleibt reines Wasser. Stickoxide oder andere Schadstoffe, wie sie bei der herkömmlichen Verbrennung entstehen, fallen nicht an. Die Palette der Anwendungsmöglichkeiten reicht von großen Kraftwerken und Anlagen für Einfamilienhäuser über Antriebe für Autos und Schiffe bis zur Stromversorgung von Laptops und anderen elektronischen Geräten. Obwohl das chemische Prinzip der Brennstoffzelle bereits 1838 entdeckt wurde, wird es noch einige Jahre dauern, bis marktfähige Geräte verfügbar sind.
Der Brennwert gibt die gesamte Wärmemenge an, die bei der vollständigen Verbrennung von Brennstoffen frei wird, und beinhaltet damit auch die Wärme, die im Wasserdampf gebunden ist.
Ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Ihr Auftrag besteht in der Förderung von Liberalisierung und Wettbewerb in sogenannten Netzmärkten (Telekommunikation, Post, Eisenbahnverkehr, Strom-/Gasversorgung).
Der quot;E-CHECKquot; ist eine gemeinsame Aktion der Landesinnungsverbände der deutschen Elektrohandwerke. Ziel dieser Aktion ist es, elektrische Energieanwendungen zu fördern, Verantwortung für sichere, wirtschaftliche und energiesparende Qualitätserzeugnisse und Dienstleistungen zu übernehmen, eine hochwertige Beratung beim Kunden zu gewährleisten und den hohen deutschen Installationsstandard in der Elektrotechnik zu sichern.
Regelt sowohl Abnahme als auch Vergütung von ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen gewonnenem Strom. Ziel ist es, den Einsatz erneuerbarer Energien stetig zu fördern.
Mit ihr kann der besonders günstige Nachtstrom genutzt werden. Das Heizsystem ist komfortabel, platzsparend, preiswert in der Anschaffung, schnell installiert und wandelt Strom zu annähernd 100 Prozent in Wärme um.
Einzelspeichergeräte besitzen einen Speicherkern aus Magnesitsteinen, der vorwiegend nachts oder in lastschwachen Zeiten durch Heizstäbe erhitzt wird. Die gespeicherte Wärme wird tagsüber thermostatgesteuert je nach Bedarf wieder abgegeben.
Zentralspeichergeräte verfügen über einen oder mehrere gut isolierte Behälter, in denen Wasser hauptsächlich nachts erhitzt wird. Die Wärme wird dann über das Verteilungssystem (Heizkörper oder Fußbodenheizung) wieder abgegeben. Zentralspeichergeräte können problemlos an ein vorhandenes Wärmeverteilungssystem angeschlossen werden.
Mit der zweiten Novelle des EnWG setzt die Bundesregierung das EU-Gemeinschaftsrecht für die leitungsgebundene Energieversorgung in nationa-les Recht um. Ziel des Gesetzes ist es, durch verstärkten Wettbewerb auf dem Energiemarkt eine möglichst sichere, preisgünstige, verbrauchsfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten.
Hinter ENERGY-M steht ein Verbund aus kooperierenden Energieversorgern, die ihre Versorgungsleistungen für Strom, Wärme und Wasser bündeln, um gemeinsam noch effektiver, preiswerter und mit noch besserem Service für den Kunden da sein zu können. Konkret stehen hinter dieser Dachmarke die Stadtwerke Aschersleben, Bernburg, Eisleben, Merseburg, Quedlinburg, Weißenfels, Wolfen und Zeitz sowie die Technischen Werke Naumburg.
Dieses sogenannte Energieverbrauchsmessgerät welches bei den Stadt- werken Wolfen ausgeliehen werden kann, dient der Elektroenergie- verbrauchsmessung einzelner Haushaltsgeräte. Es wird zwischen die Steckdose und dem zu messenden Haushaltsgerät eingesteckt. Neben der Messung des Energieverbrauches ist auch die vorliegende Spannung messbar. Weiterhin kann der Elektroenerigieverbrauch auch direkt als Geldbetrag angezeigt werden.
Erdgas ist ein Naturprodukt. Hauptbestandteil des Erdgases ist das energiereiche Gas Methan (CH4). Es verbrennt nahezu schadstofffrei. Die Qualität des Erdgases wird in zwei Gruppen unterteilt:br /br /
ulliErdgas L (low = niedrig) mit einem Brennwert bis 9,77 kWh/msup3/sup und/liliErdgas H (high= hoch) mit einem Brennwert bis 12,0 kWh/msup3/sup./li/ul
br /Da Erdgas ein Naturprodukt ist ändert sich innerhalb bestimmter Grenzen der jeweilige Brennwert.
Erdgasfahrzeug ist die umgangssprachliche Umschreibung für ein Kraftfahrzeug, welches mit Erdgas betrieben wird. Das Erdgas wird in speziellen Drucktanks gespeichert und dient als quot;Treibstoffquot; für entsprechend umgerüstete Kraftfahrzeugmotoren. Erdgasfahrzeuge unterscheiden sich nach Ihrem Antriebskonzept in zwei Gruppen. Monovalente Fahrzeuge, d.h. diese Fahrzeuge werden nur mit Erdgas betrieben. Bivalente Fahrzeuge, d.h. diese Fahrzeuge können wahlweise mit Erdgas und mit normalem Kraftstoff betrieben werden, sie verfügen über zwei getrennte Tankbehälter. Zur Zeit (1/2003) sind in der Bundesrepublik ca. 15.000 Erdgasfahrzeuge zugelassen. Erdgasfahrzeuge werden mittlerweile von vielen Kraftfahrzeugherstellern angeboten.
Erdgastankstellen dienen zur Betankung von Erdgasfahrzeugen. Zur Zeit (5/2005) existieren in der Bundesrepublik ca. 560 Erdgastankstellen. Das Tankstellenetz wird in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut werden.
Wird in der Regel in Kraftwerken produziert, ist häufig Abwärme aus der Stromerzeugung oder überschüssige Wärme der Industrie. Die Wärme wird über ein Leitungsnetz an Endverbraucher verteilt. Als Wärmeträger dienen Warmwasser (Temperatur unter 110 °C), Heißwasser (Temperaturen von 130 °C bis 180 °C) oder Dampf mit geringem Druck. Moderne Fernwärmesysteme werden oft mit Temperaturen unter 120 °C betrieben. Höhere Temperaturen oder die Verwendung von Heißdampf sind wegen der hohen Leitungsverluste inzwischen selten. Deshalb ist Fernwärme nur in Gebieten mit kurzen Verbindungen eine sinnvolle und effiziente Form der Wärmeversorgung.
Beim sogenannten quot;Flüssiggasquot; handelt es sich um verflüssigte Kohlen- wasserstoffe wie zum Beispiel Propan, Butan oder aus einem Gemisch aus beiden Gasen. Flüssiggas wird bei der Förderung und Verarbeitung von Rohöl bzw. Erdgas erzeugt. Dieses wird zur Gebäudeheizung oder auch als Kraftstoff sogenanntes quot;Autogasquot; verwendet. Die Abkürzung LPG steht für quot;Liquefied Petroleum Gasquot;.
Elektrischer Strom, der die Leitung stets in gleicher Richtung durchfließt. Dieser Strom stammt aus Gleichstrom-Generatoren, Akkus oder Batterien. Außerdem kann Gleichstrom auch aus Wechselstrom umgewandelt werden. Für die Umwandlung werden Gleichrichter eingesetzt, die Strom nur in eine Richtung durchlassen.
Er umfasst die Kosten für Energiebereitstellung, Miete des Zählers sowie Abrechnung und ist ein fester Preis, weil er nicht vom Verbrauch abhängt. Zusammen mit dem Arbeitspreis ergibt er den Strom- bzw. Erdgaspreis.
Der Heizwert von Brennstoffen bezieht sich auf die Wärme, die bei vollständiger Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmemenge zu berücksichtigen.
Elektrische Spannung über 1000 Volt (1 kV Hochspannung erfordert besondere Maßnahmen hinsichtlich der Isolation und des Schutzes gegen Berührung). Hochspannung wird z. B. für den Betrieb von Leuchtstoffröhren mit Edelgasfüllung (bis 6 kV), bei Elektrofiltern und bei elektrostatischen Lackieranlagen verwendet.
Einheit der Energie, Abkürzung: kWh. Der Verbrauch an elektrischer Energie in Haushalt und Industrie wird in kWh gemessen. Ist z. B. ein Bügeleisen mit einem Anschlusswert von 1000 Watt eine Stunde in Betrieb, so ist 1 kWh verbraucht (1 kWh = 3,6 x 106 Joule).
Kohlendioxid ist ein farb- und geruchsloses Gas. Es entsteht u.a. bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas. Der seit Beginn der Industrialisierung gestiegene Anteil von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre, bewirkt im Zusammenspiel mit dem in der Atmosphäre enthaltenen Bestandteilen durch die verstärkte Absorption der von der Erde abgestrahlten Wärme, den sogenannten quot;Treibhauseffektquot;.
Konzessionsverträge werden zwischen Kommunen und Energieversorgungsunternehmen geschlossen. Sie sichern das Recht zur Benutzung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze für die Verlegung von Leitungen sowie den Netzbetrieb. Für die Übertragung dieser Wegerechte erhält die Gemeinde die Konzessionsabgabe. Konzessionsverträge haben eine maximale Laufzeit von 20 Jahren.
Bezeichnet die gleichzeitige Nutzung von Kraft (Elektrizität) und Wärme. Kraftwerke, die mit Stein- oder Braunkohle, Abfall, Biomasse, gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden, erzeugen hierbei sowohl Strom als auch Wärme.
Dient der Erhaltung, Modernisierung und dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel: eine nachhaltige Minderung der jährlichen Kohlendioxid-Emissionen.
In der kühleren Jahreszeit kann herkömmliches Lüften teuer werden, weil bis zu 50 Prozent der Heizenergie nutzlos ins Freie entweichen.
Eine Alternative, die allerdings mit einem gewissen baulichen Aufwand verbunden ist: die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Sie spart Heizenergie, indem sie die Wärme der Abluft in einem Wärmetauscher auf die einströmende Frischluft überträgt.
Dadurch erhöht sich auch der Wohnkomfort, weil Pollen und Staubpartikel gefiltert sowie unangenehme Gerüche abgesaugt werden. Außerdem wird durch den konstanten Luftaustausch die Gefahr von Schimmelbildung durch Feuchtigkeit vermieden.
Angebot und Nachfrage bestimmen auch auf dem Energiemarkt den Preis. Hier geht es nicht nur um Deutschland: Sehr bevölkerungsreiche Länder wie Indien und China (zusammen 2,5 Milliarden Menschen) brauchen immer mehr Öl, Kohle und Erdgas. Damit wächst die Nachfrage rasant an – und die Preise steigen. Deutschland ist überwiegend auf den Import von Energie angewiesen.
Elektrische Spannung zwischen 42 Volt und 500 Volt gegen Erde; niedrigere Spannungen werden als Kleinspannung bezeichnet. Haushalte und kleinere Gebäude werden in der Regel mit Niederspannung über einen 4-Leiter-Drehstromanschluss 230/400 Volt versorgt.
Dazu gehören: sehr gute Wärmedämmung der Außenwände, Fenster, Dachflächen, Kellerwände und Kellerdecken, Reduzierung von Wärmebrücken, Dichtheit der Außenhülle, Optimierung des Verhältnisses Außenfläche/Nutzvolumen, optimierte Heizungsanlage, Optimierung der passiven Solarenergienutzung, energiesparende Warmwasserbereitung, kontrollierte Wohnungslüftung sowie gegebenenfalls Wärmerückgewinnung. Ein Niedrigenergiehaus braucht für die Raumheizung 30-70 kWh pro qm und Jahr. Das entspricht 3-7 l Heizöl.
Da Erdgas von Natur aus geruchsfrei ist, wird von den Gasversorgern dem Erdgas ein stechend riechender Geruchsstoff, das Odoriermittel, beigemischt. So können kleinste Undichtheiten im Rohrsystem oder bei Erdgasgeräten über den Geruchssinn sofort bemerkt werden. Dieser Geruchsstoff enthält groszlig;e Mengen Schwefel. Ende 2002 erfolgte die Zertifizierung des ersten schwefelfreien Odoriermittels. Durch den Verzicht von Schwefel ist der umfassendere Einsatz von Erdgas in sensiblen technischen Einsatzbereichen möglich (z.B. Brennstoffzelle).
Beinhaltet die Kosten, die nach dem Gesetz zur ökologischen Steuerreform vom Gesetzgeber erhoben werden. Diese sollen die Energie verteuern, um Anreize zu schaffen, den Energieverbrauch zu senken und ressourcenschonende Produkte nachzufragen und zu entwickeln.
Wird meist nur noch über die Lüftungsanlage beheizt und besitzt kein konventionelles Heizsystem. Stark reduzierter Energieverbrauch durch Wärmedämmung, kompakte Bauweise, passive und aktive Nutzung der Solarenergie sowie ein Lüftungssystem. Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Im Vergleich zu diesem benötigt ein Passivhaus 80 % weniger Heizenergie, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90 %.
Minimiert die im Stand-by-Modus entstehenden Kosten und bezeichnet eine zusätzliche Schaltbox, die z. B. beim Fernseher zwischen Netzanschluss und Steckdose gesteckt wird.
Der PowerSafer schaltet jegliche Stromzufuhr zum Fernseher ab, achtet aber auf beliebige Signale aus IR-Fernbedienungen (dafür benötigt er nur eine minimale Menge Strom). Sobald er ein IR-Signal auffängt, schaltet er die Stromzufuhr zum Fernseher frei und dieser schaltet in den normalen Stand-by-Modus. Ein weiterer Druck auf die Fernbedienung schaltet dann den Fernseher an.
Den PowerSafer können Sie direkt vom Anbieter im Internet unter
www.powersafer.de ab einem Preis von ca. 20 Euro bestellen.
Erneuerbare Energiequellen, die immer wieder neu zur Verfügung stehen (natürlich wiederkehrende Energiequellen). Sie werden ohne Einsatz von fossilen Rohstoffen erschlossen und zur Senkung der CO2-Emissionen vom Staat gefördert. Hierzu zählen: Wasserkraft, Windenergie, Biomasse und die Sonnenenergie.
Stadtgas ist der umgangsprachliche Begriff für industriell erzeugte wasserstoffreiche Gase und Gasgemische, mit einem Brennwert zwischen 4,7 kWh/msup3/sup und 5,8 kWh/msup3/sup. Es wurde, in den neuen Ländern, aus Braunkohle gewonnen und diente hauptsächlich als Kochgas und zur Warmwasserbereitung. Stadtgas wurde Anfang der neunziger Jahre durch das Erdgas vollständig verdrängt und spielt heute keine Rolle mehr.
Das Standrohr ermöglicht die Wasserentnahme aus Unterflurhydranten des Trinkwassernetzes. Das Standrohr wird auf die vorhandenen Unterflurhydranten aufgeschraubt. Mit dem dazugehörigen Hydrantenschlüssel wird anschließend der Unterflurhydrant geöffnet und es kann Wasser über die Anschlussamarturen entnommen werden. Standrohre (mit Zähleinrichtungen) werden in der Regel vom Wasserversorger an Bauunternehmen und Schaustellerbetriebe für die kurzfristige Entnahme von Wasser vermietet. Standrohre werden auch von der Feuerwehr zur Wasserentnahme bei der Brandbekämpfung eingesetzt.
Deutschland ist das größte Transitland für Strom in Europa. Im Jahr 2005 wurden 53,4 Mrd. Kilowattstunden Strom importiert und 61,9 Mrd. Kilowattstunden Strom exportiert.
An der Leipziger Strombörse EEX sind Tag für Tag mehr als 160 Teilnehmer aus über 20 europäischen Ländern sowie den USA aktiv – mehrheitlich Banken, Händler, Energie- oder Industrieunternehmen mit völlig unterschiedlichen Interessen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein Teilnehmer das Geschehen auf dem Parkett – und damit die Preise – zu seinen Gunsten beeinflussen kann.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft dies und hat es verschiedentlich bestätigt. Die EEX unterliegt weiter den gleichen Sicherheits- und Aufsichtsregeln wie die Frankfurter Wertpapierbörse.
Die Stromunternehmen sind seit dem 15. Dezember 2005 verpflichtet, ihren Kunden auf der Rechnung aufzulisten, welchen Energiemix sie anbieten. Das sorgt für noch mehr Transparenz und gibt den Kunden die Möglichkeit, sich ihren Anbieter auch nach dem Kriterium des Energiemixes gezielt auszusuchen.
Der Strompreis ohne Steuern und Abgaben liegt im Mittel in Deutschland heute mehr als 7 Prozent unter dem Wert von 1998. Dass die Stromrechnung trotzdem höher ist als damals, liegt an den Steuern und Abgaben auf den verbrauchten Strom. Sie liegen mittlerweile bei rund 40 Prozent; 1998 waren es nur 25 Prozent. Der gesamte Netto-Stromverbrauch in Deutschland im Jahr 2005 betrug 536,8 Milliarden kWh. Jede vierte Kilowattstunde Strom wird in Deutschland in den privaten Haushalten verbraucht.
Damit kann der Verbrauch jedes Gerätes ermittelt werden, das über eine Steckdose mit Strom versorgt wird. Es wird einfach an den Fernseher, den PC oder ein anderes elektrisches Gerät angeschlossen und zeigt automatisch an, wie viel Strom in einer bestimmten Zeit verbraucht wird.
Jede Wohnung, jeder Betrieb verfügt heute über Stromzähler. Dabei gibt es verschiedene Zählerarten: Drehstrom-, Wechselstrom- und Leistungszähler.
Energieversorger sind Wirtschaftsunternehmen, die Gewinne erzielen müssen. Denn nur Gewinne ermöglichen es, die gewaltigen Investitionen der kommenden Jahrzehnte zu finanzieren. Etwa ein Drittel der Erzeugungskapazität muss ersetzt bzw. neu errichtet werden. Das Leitungsnetz muss gewartet und erweitert werden, um zum Beispiel an den Küsten aus Windenergie vermehrt produzierten Strom in die Ballungsgebiete, d. h. Regionen mit einem hohen Verbrauch, transportieren zu können.
Einheit der elektrischen Spannung. Die Bezeichnung ist abgeleitet vom Namen des italienischen Physikers Alessandro Volta (1745-1827), der unter anderem die elektrische Batterie erfunden hat. Elektrische Geräte sind in der Regel für eine bestimmte Betriebsspannung ausgelegt – die liegt bei Haushaltsgeräten wie dem Kühlschrank zwischen 220 und 250 Volt, bei stärkeren Stromverbrauchern wie dem Küchenherd sind es 400 Volt. Die Abkürzung für Volt ist V, für Kilovolt kV: 1.000 V = 1 kV.
Ausgereifte Technik, um die in Erdreich, Wasser und Luft gespeicherte Sonnenenergie sowie sonst nicht genutzte Abwärme aus anderen Quellen zum Heizen und Warmwasserbereiten einzusetzen. Weil 75 % der Heizenergie kostenlose gespeicherte Umweltwärme ist, verursacht die Wärmepumpe nur sehr niedrige Heizenergiekosten.
Täglich benötigt der moderne Mensch warmes Wasser. Dieses ständig und in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, ist Aufgabe der Warmwasserbereitung. Grundsätzlich unterschieden wird hierbei zwischen zentraler und dezentraler Warmwasserbereitung. Bei zentraler Warmwasserbereitung gibt es die Möglichkeit, diese über die bestehende Heizungsanlage zu realisieren. Die Heizungsanlage übernimmt dann neben der primären Funktion der Wohnraumbeheizung die Funktion der Warmwasserbereitung. Hierzu muss die Heizung jedoch ständig in Betrieb sein, ein komplettes Ausschalten außerhalb der Heizperiode ist hier nicht möglich.
Weitere Möglichkeiten, Warmwasser zentral, aber getrennt von der Heizungsanlage zu bereiten, sind Warmwasserzentralspeicher, Brauchwarmwasserwärmepumpen und solarthermische Anlagen. Beispiele für Anlagen dezentraler Warmwasserbereitung sind Kleinspeichergeräte, Gastherme und Durchlauferhitzer. Sie kommen in der Regel bei weit auseinanderliegenden Entnahmestellen zum Einsatz und verhindern die sonst üblichen Wärmeverluste der Leitungen zwischen Warmwasserbereitung und Entnahmestelle.
Die Wasserhärte gibt die Konzentration an, in welcher Magnesium- und Kalziumionen im Wasser enthalten sind. In Deutschland werden vier Härtegrade von weich bis sehr hart unterschieden. Die Wasserhärte kann auch mit der Einheit °dh (deutscher Härte) angegeben werden.
Physikalische Einheit der Leistung, die in der Physik als Arbeit pro Zeiteinheit definiert ist. Leistung ist das Produkt aus Stromstärke und Spannung: 1 Watt = 1 Volt x 1 Ampere. 1.000 Wattstunden (Wh) sind eine Kilowattstunde (1 kWh). Die Bezeichnung Watt stammt von dem schottischen Erfinder der Dampfmaschine, James Watt (1736-1819). Siehe auch Ampere, Volt.
Der Stromverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Er setzt sich aus der Watt-/Kilowattzahl des jeweiligen Geräts und der Dauer des Betriebs zusammen. Wenn ein Staubsauger mit 2.000 Watt eine halbe Stunde lang läuft, wurde eine Kilowattstunde verbraucht: 2 kW x 0,5 h = 1 kWh.
Während elektrischer Strom gleichbleibender Richtung als Gleichstrom bezeichnet wird und z. B. in der Nachrichtentechnik zum Betrieb von Relais, Wählern, Elektronenröhren und Transistoren gebraucht wird, steht Wechselstrom für elektrischen Strom, dessen Stärke und Richtung sich periodisch ändern. Wechselstrom lässt sich durch Transformatoren beliebig umformen und ohne große Verluste fortleiten. Deshalb wird er zur Übertragung der elektrischen Energie auf große Entfernungen benutzt.
Ist die Bewegungsenergie der Luft. Wind entsteht auf Grund der unterschiedlichen Erwärmung der Erdoberfläche durch die Sonne.
Seit Jahrhunderten kennt man die Windenergie als Antrieb für Mühlen. Heute wird Windenergie fast ausschließlich zur Stromerzeugung genutzt. Windkraftanlagen bestehen aus einer Windturbine in Form eines riesigen Propellers und einem Generator zur Stromerzeugung. Ihre Leistung ist sehr unterschiedlich und reicht von einigen 100 Kilowatt bis zu 5 Megawatt.
Der Nachteil: Windkraftanlagen erzeugen nur dann Strom, wenn der Wind (nicht zu stark) weht. Das ist hierzulande etwa 1.800 Stunden im Jahr der Fall. Bei Flaute oder Sturm müssen konventionelle Kraftwerke die Lücke schließen.
Bezeichnet bei einer Energieumwandlung das Verhältnis der nutzbringend gewonnenen Energie zur aufgewendeten Energie. Beispiel für eine Lichtquelle: So erreicht eine Energiesparlampe gegenüber einer Glühlampe eine ca. 5-mal höhere Lichtausbeute.
Auf Steuern und Abgaben gehen ca. 40 % des Strompreises zurück (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Erneuerbare-Energien-Gesetz, Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz).
Netzentgelt, Messung und Energiedatenmanagement ergeben zusammen 31 %,
Großhandelspreis, Vertrieb und Kundenservice 29 %.